Ein NASA-Astronaut und zwei Kosmonauten starteten am Thanksgiving-Morgen, dem 27. November, zur Internationalen Raumstation (ISS) und markierten damit den Beginn einer geplanten achtmonatigen Mission. Die Sojus-Rakete startete um 4:27 Uhr EST (0927 GMT) vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan und trug Chris Williams von der NASA sowie die Kosmonauten Sergey Kud-Sverchkov und Sergey Mikayev.
Missionsdetails
Das Raumschiff koppelte etwa drei Stunden nach dem Start um 7:38 Uhr EST (1238 GMT) erfolgreich an das Rassvet-Modul der ISS an. Die NASA lieferte eine Live-Übertragung sowohl der Start- als auch der Andockereignisse, die weiterhin auf Space.com oder dem YouTube-Kanal der NASA angesehen werden können. Nach einer Begrüßungszeremonie betrat die Besatzung gegen 10:10 Uhr EST (1510 GMT) offiziell die ISS.
Crew-Erlebnis
Dieser Start ist für Williams und Mikajew der erste Raumflug. Kud-Sverchkov ist jedoch ein erfahrener Astronaut, der zuvor während der Expedition 64 von Oktober 2020 bis April 2021 an Bord der ISS gelebt und gearbeitet hat. Das Trio wird an den Expeditionen 73 und 74 teilnehmen und Langzeitforschung im Orbit durchführen.
Wissenschaftliche Ziele
Williams‘ Hauptaufgabe wird darin bestehen, wissenschaftliche Forschung zu betreiben und neue Technologien zu testen, die die bemannte Weltraumforschung unterstützen. Dazu gehört die Evaluierung eines neuen modularen Trainingssystems für längere Missionen, die Verbesserung der kryogenen Treibstoffeffizienz, die Züchtung von Halbleiterkristallen im Weltraum und die Verfeinerung von Sicherheitsprotokollen beim Wiedereintritt. Diese Experimente sollen nicht nur die Raumfahrt verbessern, sondern durch Fortschritte in der Materialwissenschaft und -technik auch dem Leben auf der Erde zugute kommen.
Der Thanksgiving-Start unterstreicht die anhaltende internationale Zusammenarbeit bei der Weltraumforschung, auch inmitten geopolitischer Spannungen, und unterstreicht die Bedeutung der ISS als langfristige Forschungseinrichtung zum globalen Nutzen.
Die Mission wird voraussichtlich etwa acht Monate dauern, wertvolle Daten für künftige Weltraummissionen liefern und die Rolle der ISS bei der Erweiterung der Grenzen der bemannten Raumfahrt weiter festigen.
