Der Mond befindet sich derzeit in der Phase des ersten Viertels, was bedeutet, dass von der Erde aus gesehen etwa 48 % seiner Oberfläche beleuchtet sind. Diese Phase markiert einen Übergang zum Vollmond, der am 3. März nach einem vorherigen Vollmond am 1. Februar stattfinden wird. Das Verständnis dieser Mondzyklen gibt Einblick in die Beziehung der Erde zu ihrem natürlichen Satelliten und darüber, was am Nachthimmel zu erwarten ist.
Aktuelle Sichtbarkeit
Heute Abend können Beobachter deutlich bemerkenswerte dunkle Regionen des Mondes erkennen: die Mares Fecunditatis, Tranquillitatis und Serenitatis. Diese großen, alten Lavaebenen zeichnen sich durch ihr geringeres Reflexionsvermögen im Vergleich zu den helleren Hochebenen aus. Mit einem Fernglas werden der Endymion-Krater, der Mare Nectaris und der Posidonius-Krater sichtbar. Die Teleskopbeobachtung enthüllt noch feinere Details, darunter die Landeplätze von Apollo 16 und 17 sowie die Rupes Altai – ein dramatisches, klippenartiges Merkmal.
Mondphasen verstehen
Die Umlaufbahn des Mondes um die Erde dauert etwa 29,5 Tage, wobei immer die gleiche Seite unserem Planeten zugewandt ist. Diese synchrone Rotation führt in Kombination mit der Umlaufbahn des Mondes zu acht unterschiedlichen Phasen:
- Neumond: Der Mond steht zwischen Erde und Sonne und macht seine sichtbare Seite dunkel.
- Zunehmender Halbmond: Auf der rechten Seite (in der nördlichen Hemisphäre) erscheint ein Lichtstreifen, der allmählich zunimmt.
- Erstes Viertel: Die Hälfte des Mondes ist auf der rechten Seite beleuchtet und ähnelt einem Halbmond.
- Wachsing Gibbous: Mehr als die Hälfte des Mondes ist erleuchtet und schreitet in Richtung Vollmond voran.
- Vollmond: Die gesamte sichtbare Oberfläche wird beleuchtet und erscheint als helle Scheibe.
- Waning Gibbous: Das Licht beginnt auf der rechten Seite nachzulassen.
- Drittes Viertel (Letztes Viertel): Die linke Seite ist halb beleuchtet.
- Abnehmender Halbmond: Ein dünner Lichtstreifen bleibt auf der linken Seite, bevor er in die Dunkelheit zurückkehrt.
Diese Phasen sind das Ergebnis sich ändernder Winkel des Sonnenlichts während der Umlaufbahn des Mondes und sind seit Jahrtausenden bekannt. Die Verfolgung dieser Zyklen hat praktische Auswirkungen auf die Schifffahrt, die Landwirtschaft und kulturelle Traditionen auf der ganzen Welt.
Die vorhersehbaren Phasen des Mondes sind weiterhin eine ständige Erinnerung an den Kosmos und bieten ein wunderschönes und zugängliches astronomisches Ereignis, das jeder beobachten kann.