Ein von der chinesischen Firma PNDbotics entwickelter humanoider Roboter namens „Adam-U Ultra“ hat in einem kürzlich veröffentlichten Video bemerkenswert flüssige und präzise Tanzbewegungen gezeigt. Diese Demonstration unterstreicht den beschleunigten Fortschritt in der Robotik und künstlichen Intelligenz (KI), insbesondere im Bereich der verkörperten KI und der Ganzkörperkontrolle.
Schlüsselfunktionen und Technologie
Der Adam-U Ultra erreicht dieses Leistungsniveau durch 41 unabhängig gesteuerte Gelenke, die ein breites Bewegungsspektrum ermöglichen und die menschliche Flexibilität nachahmen. Das „Gehirn“ des Roboters wird von einem Nvidia Jetson Orin-Modul angetrieben, das eine CPU, eine GPU und andere Komponenten integriert. Diese Plattform ermöglicht in Kombination mit fortschrittlichen Steuerungssystemen und neuronalem Netzwerktraining in simulierten Umgebungen eine ständige Iteration und Verbesserung der Stabilität und des Gleichgewichts.
Der Roboter verfügt außerdem über ein hochentwickeltes Vision-Language-Action (VLA)-Modell, das es ihm ermöglicht, Befehle in natürlicher Sprache zu verstehen und sie in physische Aktionen umzusetzen. Basierend auf 10.000 realen Verhaltensmustern lernt das System und passt seine Bewegungen dynamisch an. Die Vision-Komponente basiert auf einem Intel RealSense D455-Tiefensensor sowie Lidar- und Standardkameras für eine präzise 3D-Umgebungsmodellierung und räumliche Wahrnehmung.
Entwicklung und zukünftige Anwendungen
PNDbotics entwickelt Adam-U Ultra zusammen mit einem stationären Datenerfassungsmodell, dem Adam-U, und vier weiteren vollständig mobilen humanoiden Robotern mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Die aktuellen Modelle wiegen zwischen 60 und 63 Kilogramm und sind 1,6 Meter hoch.
Das Unternehmen sieht ein breites Anwendungsspektrum für seine Roboter vor, darunter Forschung, medizinische Assistenz (Rehabilitationstraining, Patientenüberwachung, chirurgische Zusammenarbeit) und industrielle Rollen in der Fertigungs- oder Dienstleistungsbranche (Concierge, Rezeptionist). Diese potenziellen Rollen deuten auf einen zunehmenden Wandel hin zur Mensch-Roboter-Kollaboration sowohl im beruflichen als auch im alltäglichen Umfeld hin.
Warum das wichtig ist
Die rasante Entwicklung von Robotern wie Adam-U Ultra unterstreicht die wachsende Raffinesse der KI-gesteuerten Robotik. Hier geht es nicht nur darum, Maschinen zu bauen, die sich bewegen können; Es geht darum, Systeme zu schaffen, die lernen, sich effektiver zu bewegen, sich an veränderte Umgebungen anzupassen und auf menschliche Anweisungen zu reagieren. Die zugrunde liegenden Technologien wie VLA und modellprädiktive Steuerung sind für die nächste Generation von Robotern von grundlegender Bedeutung und stellen einen bedeutenden Sprung in Richtung vielseitigerer und integrierterer Mensch-Maschine-Interaktionen dar.
Die zunehmende Zugänglichkeit von Hochleistungscomputerplattformen (wie Jetson Orin von Nvidia) und fortschrittlichen Sensoren (Intel RealSense) beschleunigt diesen Fortschritt und macht diese Fähigkeiten für Robotikunternehmen weltweit leichter verfügbar. Dieser Trend dürfte in den kommenden Jahren Branchen, Arbeitsmärkte und die Zukunft der Mensch-Roboter-Zusammenarbeit verändern.


















