Neue Studie zeigt, dass es weniger Nachkommen von Dschingis Khan gibt als bisher angenommen

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Jüngste genomische Untersuchungen legen nahe, dass die Zahl der heute lebenden Männer, die von Dschingis Khan abstammen, deutlich geringer ist als frühere Schätzungen. Während in einer Studie aus dem Jahr 2003 davon ausgegangen wurde, dass etwa 0,5 % der männlichen Weltbevölkerung – etwa 1 von 200 – eine Y-Chromosomenlinie trugen, die mit dem mongolischen Kaiser in Verbindung gebracht wurde, deutet eine neue Analyse von Überresten der Goldenen Horde darauf hin, dass diese Zahl wahrscheinlich überbewertet ist.

Die Goldene Horde und genetische Abstammungslinien

Dschingis Khan, im späten 12. Jahrhundert als Temüjin geboren, gründete eines der größten Reiche der Geschichte, das sich von Asien bis Europa erstreckte. Sein militärischer Erfolg und seine reiche Nachkommenschaft sorgten für ein weitreichendes genetisches Erbe. Die Goldene Horde, die über Generationen von seinen Nachkommen regiert wurde, war eine Schlüsselregion für die Nachverfolgung dieser Abstammungslinie. Forscher untersuchten Mausoleen in Kasachstan, wo angeblich Dschingis Khans Sohn Jochi begraben liegt, um alte DNA zu extrahieren.

In den Gräbern befand sich jedoch kein Jochi. Stattdessen entdeckten sie eine seltene Y-Chromosomenlinie, die mit dem Stammbaum von Dschingis Khan in Zusammenhang steht. Diese Entdeckung ist von entscheidender Bedeutung, da keine bestätigte genetische Probe von Dschingis Khan selbst existiert, was eine Überprüfung schwierig macht. Ohne einen direkten Vergleich verlassen sich Wissenschaftler darauf, gemeinsame väterliche Abstammungslinien innerhalb seiner bekannten Nachkommen zu identifizieren.

Verfeinerung der Nachkommenzählung

Die vorherige Schätzung, dass einer von 200 Männern mit Dschingis Khan verwandt ist, basierte auf der Verbreitung der C3-Y-Chromosomenlinie im gesamten ehemaligen Mongolenreich. Die neue Studie zeigt, dass der C3 -Cluster weitaus vielfältiger ist als zunächst angenommen.

Der spezifische Zweig, der in den Überresten der Goldenen Horde gefunden wurde, ist seltener als der im Jahr 2003 identifizierte, was bedeutet, dass weniger moderne Männer diese besondere Abstammungslinie tragen als bisher angenommen. Dies entkräftet nicht die umfassenderen Auswirkungen des genetischen Einflusses von Dschingis Khan, verfeinert jedoch die Zahlen.

Alte DNA und zukünftige Forschung

Die Forscher analysierten auch die genetische Herkunft der in den Mausoleen Bestatteten und fanden dabei Beiträge von altnordostasiatischen (ANA) Populationen und den Kiptschak – nomadischen Gruppen, die in die Goldene Horde integriert waren. Dies verdeutlicht die komplexe Vermischung der Bevölkerungen innerhalb des Reiches und zeigt, dass Dschingis Khans Abstammungslinie nicht ausschließlich mongolischer Abstammung war.

Die Suche nach endgültigen Antworten geht weiter. Das ideale Szenario wäre die Entdeckung eines verifizierten Grabes mit den Überresten von Dschingis Khan, was einen direkten genetischen Vergleich ermöglichen würde. Aber auch ohne dies wird die weitere Analyse der alten DNA historisch verbundener Nachkommen unser Verständnis seines genetischen Erbes verfeinern.

Das wahre Ausmaß des genetischen Einflusses von Dschingis Khan wird wahrscheinlich teilweise im Dunkeln bleiben, bis schlüssigere Beweise vorliegen, aber die neuesten Erkenntnisse bieten eine genauere Schätzung als bisher verfügbar.

Die Studie unterstreicht die Macht der antiken DNA, historische Erzählungen neu zu schreiben, und zeigt, dass selbst auf Eroberung aufgebaute Imperien komplexe genetische Fußabdrücke hinterlassen, die bis heute entschlüsselt werden.

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