Die Mondmission Artemis 2 steht aufgrund eines Problems mit dem Heliumsystem vor einer neuen Verzögerung

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Die NASA-Mission Artemis 2, die Astronauten um den Mond befördern soll, steht wahrscheinlich vor einer Verzögerung, nachdem Ingenieure ein Problem mit dem Heliumsystem der Rakete Space Launch System (SLS) entdeckt haben. Das Problem trat bei routinemäßigen Druckprüfungen auf und verhinderte, dass Helium ordnungsgemäß durch die Rakete strömte. Obwohl Helium kein Kraftstoff ist, ist es für die Aufrechterhaltung des richtigen Drucks in Kraftstofftanks und den Schutz von Motoren von entscheidender Bedeutung.

Wiederkehrendes Problem und mögliche Lösungen

Dies ist nicht das erste Mal, dass die NASA auf ein ähnliches Problem stößt. Ein vergleichbares Problem mit dem Heliumfluss trat vor dem unbemannten Start der Artemis 1 im Jahr 2022 auf, die Mission wurde jedoch nach der Überprüfung fortgesetzt. Bei Artemis 2 steht jedoch deutlich mehr auf dem Spiel, da es sich um die erste bemannte Mission außerhalb der Erdumlaufbahn seit 1972 handelt.

Ingenieure untersuchen mehrere mögliche Ursachen, darunter Verbindungspunkte, Ventile und Filter innerhalb der Heliumleitung. Jede Reparatur, die Arbeiten im Vehicle Assembly Building (VAB) – einem riesigen Hangar vier Meilen von der Startrampe entfernt – erfordert, wird den Starttermin unweigerlich verschieben. Die NASA bereitet sich darauf vor, die Rakete zur Reparatur zurückzubringen, wodurch ein Start im März faktisch ausgeschlossen wird.

Crewstatus und zukünftige Startfenster

Die vier Artemis-2-Astronauten – Commander Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Hammock Koch und Jeremy Hansen – wurden kurzzeitig im Johnson Space Center in Houston unter Quarantäne gestellt, aber nach Bekanntwerden des Problems wieder freigelassen. Die NASA hat zwar keine aktualisierten Startfenster veröffentlicht, mögliche Termine sind jedoch der 1. April, der 3. bis 6. April und der 30. April.

Warum das wichtig ist: Jenseits von Apollo

Das Artemis-Programm zielt darauf ab, eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond als Sprungbrett für zukünftige Marsmissionen zu etablieren. NASA-Administrator Jared Isaacman hat erklärt, dass das Programm die Apollo-Missionen „weit übertreffen“ werde, mit kontinuierlichen Mondmissionen und einer geplanten Mondbasis.

Die Behörde legt großen Wert auf Sicherheit und ist sich bewusst, dass Menschenleben in Gefahr sind. Das Heliumproblem jetzt zu beheben, auch wenn dies eine Verzögerung des Starts bedeutet, ist die verantwortungsvolle Vorgehensweise. Trotz des Rückschlags bleibt die NASA bestrebt, ihre ehrgeizigen Mondziele zu erreichen.

„Verzögerungen sind frustrierend, aber Weltraummissionen erleiden oft technische Rückschläge, und die Behebung von Problemen vor einem bemannten Flug ist der richtige Schritt.“

Diese neueste Ausgabe unterstreicht die inhärenten Herausforderungen der Weltraumforschung und die Bedeutung strenger Tests, bevor Astronauten einer Gefahr ausgesetzt werden.

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