Feedback, die verspielte Kolumne von New Scientist, ist oft verwirrt über Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie. Diese Woche bildet da keine Ausnahme, beginnend mit einem Roboter, der so programmiert ist, dass er die Possen türkischer Eisverkäufer nachahmt – eine scheinbar unnötige, aber faszinierende Erkundung spielerischer Täuschung.
Der türkische Eiscreme-Roboter
Türkische Eisverkäufer sind für ihre raffinierten Tricks bekannt, wie zum Beispiel, dass sie dem Kunden die Waffel wegschnappen, sobald er danach greift. Fasziniert von dieser einzigartigen Form der Kundeninteraktion haben Ingenieure einen Roboter entwickelt, der diese Routinen nachahmen kann. Mit einem Roboterarm führt der Roboter fünf verschiedene Tricks aus, darunter das „Hüpfen“ der Tüte, das Ausweichen vor der Hand des Kunden und die Durchführung eines kreisenden „Tanzes“, bei dem die Tüte gerade außer Reichweite ist.
Tests ergaben, dass diese Tricks zwar die Freude, das Engagement und die Wahrnehmung der Kompetenz des Roboters steigerten, aber auch das Vertrauen, die wahrgenommene Sicherheit und die Selbstkompetenz deutlich verringerten. Im Wesentlichen kann spielerische Täuschung unterhaltsam sein, geht aber auf Kosten der Vorhersehbarkeit und des Vertrauens. Die Autoren weisen zu Recht darauf hin, dass ein solches Design für sicherheitskritische Anwendungen nicht akzeptabel wäre.
Passende Akronyme: Ein Fall von SCAMP und MORDOR
Das Feedback erhielt auch eine Flut von Vorschlägen für die besten und schlechtesten wissenschaftlichen Akronyme. Ein bemerkenswertes Beispiel ist das „Solway Coast And Marine Project“ (SCAMP), eine Naturschutzinitiative im Vereinigten Königreich. Leser Stuart McGlashan schlug humorvoll eine leichte Änderung vor, um die Relevanz des Akronyms für den Projektschwerpunkt „Wiederherstellung des Meereslebens“ zu verbessern.
Auf einem anderen Kontinent wählten Jamie Pittock und Jennie Mallela den Namen „Management Of Rivers Discreasing into Ocean Realms“ (MORDOR) für ihr Projekt zur Untersuchung von Flüssen, die in den Indischen Ozean münden. Sie erhielten eine Bewerbung von Herrn Bilbo Beutlin aus dem Auenland – ein humorvolles Ereignis, das die skurrile Natur von Projektnamen und die unerwarteten Reaktionen, die sie hervorrufen können, unterstreicht.
Shakespeares astronomische Fehler
Der Leser James Fradgley brachte ein weiteres Beispiel wissenschaftlicher Ungenauigkeit ans Licht, dieses Mal in den Werken von William Shakespeare. In Julius Caesar rühmt sich Caesar damit, „beständig wie der Stern des Nordens“ zu sein. Allerdings weist James darauf hin, dass zur Zeit der Ermordung Caesars im Jahr 44 v. Chr. nicht Polaris, sondern Kochab der Nordstern war.
Darüber hinaus ist Polaris eine Cepheidenvariable, was bedeutet, dass seine Helligkeit schwankt, was der Vorstellung eines konstanten Sterns widerspricht. Während „Feedback“ bereit ist, Shakespeares Fehler zu verzeihen, zeigt es die überraschende Schnittstelle zwischen Literatur und Wissenschaft und wie selbst renommierte Persönlichkeiten straucheln können, wenn sie über ihr Fachwissen hinausgehen.
Feedback freut sich über die Einreichung amüsanter oder verwirrender Nachrichten aus Wissenschaft und Technik.



























