USA treiben Genehmigungsverfahren für Meeresbodenbergbau voran

12

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat einen bedeutenden Schritt in Richtung einer kommerziellen Erschließung des Tiefseebodens unternommen und den ersten Antrag auf Exploration in internationalen Gewässern angenommen. Dieser unter der Trump-Administration initiierte Schritt signalisiert einen Vorstoß zur Entwicklung einer umstrittenen Industrie, die den Zugang zu kritischen Mineralien neu gestalten könnte.

Die erste Anwendung

The Metals Company, ein führendes Unternehmen im Tiefseebergbau, reichte den Antrag mit dem Ziel ein, bis 2027 den Betrieb im Pazifischen Ozean aufzunehmen. Der Vorschlag des Unternehmens konzentriert sich auf die Gewinnung polymetallischer Knollen – felsähnliche Formationen, die wertvolle Metalle wie Nickel, Kobalt, Mangan und Kupfer enthalten. Diese Mineralien sind für saubere Energietechnologien, insbesondere für Batterien von Elektrofahrzeugen, von entscheidender Bedeutung, haben aber auch strategische Bedeutung für die nationale Sicherheit.

Internationaler Kontext und US-Ansatz

Seit Jahrzehnten arbeitet die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA), ein UN-Gremium, daran, globale Vorschriften für den Tiefseebergbau zu etablieren. Die USA beteiligen sich jedoch nicht an diesen Bemühungen und haben sich stattdessen für einen schnelleren Ansatz entschieden. Im April erließ Präsident Trump eine Durchführungsverordnung zur Beschleunigung der Genehmigungsgenehmigungen in inländischen und internationalen Gewässern, was dazu führte, dass die Metals Company kurz darauf ihre Anträge einreichte.

Öffentliche Überprüfung und nächste Schritte

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) prüft den Antrag derzeit, öffentliche Anhörungen sind für Ende Januar geplant. Die Agentur hat ihr Engagement für einen effizienten Überprüfungsprozess zum Ausdruck gebracht, obwohl Umweltgruppen und einige Wissenschaftler Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf empfindliche Tiefseeökosysteme geäußert haben. Die Metals Company lehnte eine Stellungnahme zu dem Antrag ab.

Herausforderungen und Implikationen

Der kommerzielle Abbau der Tiefsee stellt erhebliche technologische Hürden und hohe Kosten dar. Während die Trump-Administration den Schwerpunkt auf die nationale Sicherheit und saubere Energieanwendungen legte, bleiben die Umweltfolgen des Meeresbodenabbaus eine kritische Debatte. Die Entscheidung der USA, unabhängig von der ISA voranzukommen, könnte einen Präzedenzfall für andere Nationen schaffen und möglicherweise die Ausbeutung von Tiefseeressourcen ohne international vereinbarte Standards beschleunigen.

Diese Entwicklung markiert eine neue Ära in der Ressourcengewinnung und wirft grundlegende Fragen darüber auf, wie die Menschheit ihren Bedarf an Mineralien mit der Erhaltung der am wenigsten erforschten Tiefen des Ozeans in Einklang bringen kann.

попередня статтяBergdörfer sind durch den Zusammenbruch der Gletscher einem steigenden Risiko ausgesetzt