Ein Bug für Muscle

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Muskeln schwinden. Es ist die grausame Steuer des Älterwerdens.
Sarkopenie – das spezielle medizinische Wort für den langsamen, stetigen Kraftraub – macht die Unabhängigkeit zu einer fragilen Sache.
Wissenschaftler suchen überall, um den Rückgang zu stoppen.
Die neue Grenze ist der Darm.
Insbesondere ein winziges Bakterium namens Roseburia inulinivorans.

„Was wäre, wenn die in Ihnen lebenden Mikroben darüber entscheiden würden, wie stark sich Ihre Beine morgen anfühlen?“

Ein Forscherteam aus den Niederlanden und Spanien veröffentlichte Ergebnisse in der Fachzeitschrift Gut. Sie vermuten, dass diese spezielle Mikrobe der Schlüssel zur Energieerhaltung sein könnte.
Die Daten sehen vielversprechend aus.
Beim Menschen. Und Mäuse.

Die Zahlen

Sie begannen mit Menschen.
90 gesunde Menschen in den Zwanzigern. 33 Personen ab 65 Jahren.
Der Test war einfach, aber brutal.
Handgriff. Beinpresse. Bankdrücken. VO2 max, um zu sehen, wie hart das Herz arbeitet, wenn die Lunge nach Luft schreit.
Dann überprüften sie die Kacke.

Jede Stuhlprobe wurde auf das Vorhandensein von Bakterien untersucht.
Von allen nachgewiesenen Mikroben stach nur eine Gattung hervor: Roseburia.
Allerdings nicht irgendeine Roseburia. Die spezifische Art R. Inulinivorans hatten ein deutliches Muster.

Bei der älteren Gruppe korrelierte das Vorhandensein dieses Bakteriums mit einer um 29 % größeren Handgriffkraft.
Neunundzwanzig Prozent. Das ist kein Lärm. Das ist ein bedeutender Sprung.
Interessanterweise ging dieser Kraftzuwachs nicht mit einer besseren Cardio-Fitness (VO2 max) einher, was bedeutet, dass der Muskel selbst stärker und nicht nur aerober war.

Junge Erwachsene zeigten ähnliche Trends. Höhere Werte von R. Inulinivorans sind mit einer besseren Griffkraft und Herz-Kreislauf-Kapazität verbunden.
Die Verwandten, wie R. faecis oder R. intestinalis, zeigte diese spezifischen Vorteile nicht.
Dies deutet darauf hin, dass es auf Präzision ankommt. Sie können nicht einfach zufällige Bakterien in den Tank werfen. Es muss der richtige Schlüssel sein.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Fülle übrigens ab.
Junge Erwachsene hatten eine Häufigkeit von bis zu 6,6 % von R. Inulinivoraner.
Ältere Erwachsene erreichten maximal 1,3 %.
Zufall?
Oder Ursache und Wirkung?

Maustests

Beobachtungsstudien an Menschen können nur Zusammenhänge aufzeigen, keine Beweise.
Haben die Bakterien den Muskel aufgebaut oder hat der Muskel die Bakterien eingeladen?
Um das herauszufinden, wandten sie sich Mäusen zu.
32 davon.
Zuerst reinigte ein Antibiotika-Cocktail ihre Eingeweide. Dann kam die Impfung.
Eine wöchentliche Dosierung über zwei Monate hinweg.
Drei Gruppen erhielten unterschiedliche Roseburia -Stämme. Man hat nichts bekommen.

Die Mäuse liefen auf Laufbändern, bis sie zusammenbrachen.
Keine der Sorten half ihnen, länger durchzuhalten. Die Ausdauer hat sich nicht verändert.
Aber die Vorderbeine?
R. Inulinivorans steigerten die Griffkraft nach nur vier Wochen um etwa 30 %. Der Effekt hielt auch nach sechs und acht Wochen an.
Bei den anderen Sorten war das nicht der Fall. Die Kontrollgruppe tat dies definitiv nicht.

Mikroskopisch gesehen erzählten die Muskeln eine größere Geschichte.
Mäuse erhielten R. Inulinivoraner hatten größere Fasern in ihren Soleusmuskeln (der Wade).
Insbesondere Fasern vom Typ II. Dies sind die „schnell zuckenden“ Fasern, die für Sprints, Sprünge und schweres Heben verantwortlich sind.
Die Kontrollmäuse hatten eine gleichmäßige Verteilung.
Das R. inulinivorans -Mäuse tendierten zu den kräftigeren, größeren Fasern.
Auch die an der Energieerzeugung beteiligten Proteine ​​veränderten sich und passten sich an, um diese neuen Strukturveränderungen voranzutreiben.

Ist es schon ein Probiotikum?

Halten Sie Ihre Pferde.
Die Forscher geben zu, dass die Wissenschaft noch nicht abgeschlossen ist.
Bei den Mäusen besiedelten die menschlichen Stämme den Darm nicht wirklich. Sie besuchten.
Das wirft Fragen zur langfristigen Wirksamkeit beim Menschen auf.
Sie untersuchten weder die Entzündungswege noch die Art und Weise, wie Nerven den Muskeln signalisieren, sich zusammenzuziehen. Diese fehlenden Teile sind wichtig.

Wir wissen nicht, ob die Verstärkung dieses Käfers Kraft erzeugt oder ob Kraft Ihr Bauchgefühl verändert.
Kausalität ist ein schlüpfriger Abhang.
Dennoch argumentieren die Autoren, dass die Beweise eine „Darm-Muskel-Achse“ belegen.
Eine direkte Linie zwischen Ihrem Mittelteil und Ihrem Bizeps.

R. inulinivorans scheint den Stoffwechsel zu modulieren, um die Kraft zu fördern.
Sein Rückgang mit zunehmendem Alter passt perfekt zu unserer zunehmenden Gebrechlichkeit.
Wenn der Zusammenhang zutrifft, enthält eine Pille zur Stärkung möglicherweise keine Steroide. Es könnte sich um Kultur handeln.
Vielleicht nur eine bestimmte Kultur.

Das Patent ist bereits angemeldet. Der Name: „Verbesserung von Muskelmasse und Kraft.“
Wir warten ab, ob die Laborergebnisse die reale Welt überdauern.
Fühlen Sie sich in letzter Zeit schwächer?
Schauen Sie nach unten. 🦵

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