London eröffnet 14 Meilen langen „Naturkorridor“, um städtische Hitze und Verlust der biologischen Vielfalt zu bekämpfen

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Eine große ökologische Initiative ist im Gange, um die Stadtlandschaft Londons zu verändern. Das Projekt Wild Cities richtet einen 14 Meilen langen „Naturkorridor“ ein, der sich durch einige der naturärmlichsten Viertel der Stadt schlängelt, isolierte Lebensräume für Wildtiere wieder miteinander verbindet und städtische Wärmeinseln kühlt.

Die fragmentierte Landschaft verbinden

Das vorgeschlagene Netzwerk wird sich vom Lee Valley Regional Park südwärts in Richtung Themse erstrecken und die Bezirke Tower Hamlets, Hackney, Haringey und Newham durchschneiden.

Heutzutage leben städtische Wildtiere oft auf „Inseln“ – kleinen, isolierten Grünflächen, die Arten daran hindern, effektiv zu wandern oder sich zu vermehren. Um dieses Problem zu lösen, nutzt das Projekt das von der Wohltätigkeitsorganisation Buglife entwickelte „Sprungbrett“-Konnektivitätsmodell. Dieser wissenschaftliche Ansatz geht davon aus, dass Lebensräume, die nicht weiter als 300 Meter voneinander entfernt liegen, ganze Ökosysteme auf Landschaftsebene erfolgreich wiederherstellen können.

Der Korridor wird kein einziger zusammenhängender Park sein, sondern vielmehr ein miteinander verbundenes Netz verschiedener Räume, darunter:
– Gemeinschaftsgärten und Hinterhofstraßen
– Dachgärten
– Kanalufer
– Sportplätze und Fußballvereinsgelände

Ein kollaborativer Ansatz zur Stadtökologie

Da große Umweltveränderungen mehr erfordern als nur das Pflanzen von Bäumen, basiert das Projekt auf einem Koalitionsmodell. Unter der Leitung der grünen Gruppe Initiative Erde bringt die Initiative eine vielfältige Gruppe von Interessengruppen zusammen, darunter:
* Ökologen und Naturschützer
* Gemeinschaftszüchter
* Verkehrsbehörden
* Kulturinstitutionen
* Anwohner und Sportvereine

Durch die Einbindung lokaler Gemeinden und Infrastrukturanbieter zielt das Projekt darauf ab, die Natur in das Gefüge des täglichen Stadtlebens einzubetten und sicherzustellen, dass Naturschutzbemühungen sowohl skalierbar als auch belastbar sind.

Warum das wichtig ist: Der Kampf gegen die städtische Hitze

Der Zeitpunkt dieser Initiative ist von entscheidender Bedeutung, da Städte aufgrund des „städtischen Wärmeinseleffekts“ mit steigenden Temperaturen konfrontiert sind. Untersuchungen zeigen, dass es in London derzeit 1 bis 1,5 °C heißer ist als in den umliegenden Regionen im Südosten Englands.

Die Vorteile dieser grünen Infrastruktur gehen über die Unterstützung von Bestäubern hinaus:
1. Temperaturregulierung: Naturnetzwerke haben das Potenzial, städtische Gebiete um bis zu 7°C abzukühlen.
2. Ernährungssicherheit: Mehr Grün kann die lokalen städtischen Ernährungssysteme unterstützen.
3. Wiederherstellung der biologischen Vielfalt: Die Wiederherstellung der Lebensräume ermöglicht die Wiederherstellung wichtiger Bestäuberpopulationen.

Dieses Projekt unterstützt direkt die Strategie zur Wiederherstellung der lokalen Natur des Londoner Bürgermeisters, die letzten Monat veröffentlicht wurde und die Schaffung grüner Korridore als oberste Priorität für die Artenvielfalt der Hauptstadt identifiziert.

„Die städtische Natur muss für Menschen, Wildtiere und die Zukunft wiederhergestellt werden“, sagt Wanessa Rudmer, Geschäftsführerin der Initiative Earth.

Fazit

Durch die Umwandlung fragmentierter städtischer Räume in ein funktionierendes ökologisches Netzwerk möchte das Wild Cities-Projekt die steigenden städtischen Temperaturen abmildern und die lebenswichtige Artenvielfalt in den am stärksten unterversorgten Gebieten Londons wiederherstellen.

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