Der Boden fällt heraus

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Es passiert in Afrika.

Langsam. Wirklich langsam. Aber es passiert auf jeden Fall. Der Boden unter unseren Füßen steht dort nicht mehr nur da, er dehnt sich. Werde dünn. An einem heißen Tag zerfällt es wie Toffee. Wissenschaftler schauen sich Computermodelle und seismische Daten an und sagen etwas Seltsames: Die Kontinentalkruste in Zentralafrika wird dünner. Und zwar nicht auf die übliche Art und Weise.

Normalerweise dauert dies Millionen von Jahren. Dies könnte viel weniger Zeit in Anspruch nehmen.

Wie sehen Sie es?

Da geht man nicht mit einem Lineal hin. Du hörst zu.

Geowissenschaftler nutzten seismische Wellen – die Schallschwingungen, die sich durch den Planeten ausbreiten –, um ins Innere zu schauen. Es ist wie ein Ultraschall für die Erde. Tiefer Ultraschall. Sie kartierten den darunter liegenden Mantel. Die halbfeste Gesteinsschicht unterhalb der kontinentalen Kruste. Der Granit und andere Felsen, aus denen die festen Landmassen bestehen, auf denen wir laufen.

Die Ergebnisse?

Viel Platz. Mitten auf dem Kontinent wächst viel Nichts. Das Gestein erfährt das, was Geologen als „Einschnürung“ bezeichnen. Es ist diese mechanische Dehnung. Verdünnung. Verformung. Während sich die darunter liegenden tektonischen Platten auseinanderbewegen.

Moment, was sind tektonische Platten?

Die riesigen Platten. Einige sind Tausende von Kilometern breit. Sie sind die Puzzleteile der Außenhaut der Erde. Afrika sitzt auf einem. Es knackt.

Der Riss öffnet sich

Es gibt einen Ort in Ostafrika. Es hat einen Namen. Das Große Rift Valley.

Das kennen wir. Es zerfällt seit Millionen von Jahren. Es ist ein klassischer Riss. Aber jetzt zeigen die Daten, dass die Kluft nicht mehr auf den Osten beschränkt ist. Das Zentrum Afrikas spürt den Sog.

„Dies deutet auf einen viel größeren und tieferen Mantelauftrieb hin als bisher angenommen“, implizieren die neuen Daten.

Grundsätzlich. Hitze steigt aus der Tiefe der Erde auf. Heißes Magma – geschmolzenes Gestein – drückt aus dem Mantel nach oben. Es schwächt das Dach. Das Dach ist die Kruste. Die dichte feste Gesteinsschicht ganz oben auf dem Planeten.

Wenn ein Stein schwach wird, bricht er.

Wenn es bricht, entstehen Fehler. Risse. Orte, an denen Erdbeben beginnen können. Orte, an denen später Vulkane auftauchen könnten. Vielleicht nicht nächstes Jahr. Aber vielleicht in der Zukunft. Eine sehr geologisch schnelle Zukunft.

Sollten Sie Ihre Koffer packen?

Noch nicht.

Aber denken Sie an das Wort Vorfahre. Ein Vorfahre ist der Ursprungsort der Dinge. Vögel stammen von Dinosauriern ab. Wir kamen aus etwas ganz anderem.

Kontinente? Sie kommen von anderen Kontinenten, die auseinanderbrechen.

Nordamerika? Einmal mit Afrika und Eurasien verbunden. Pangäa. Es hat sich selbst auseinandergerissen. In diesem Riss bildete sich der Atlantische Ozean. Das dauerte mehrere zehn Millionen Jahre. Sicher. Es war ein langer Prozess. Langsam und stetig.

Was wir jetzt in Afrika sehen, könnte sich wiederholen. Aber schneller. Oder anders geformt.

Die Modelle zeigen eine Computersimulation eines Planeten, der sich ständig bewegt. Nie still. Ein Planet, auf dem „Land“ nur temporäres Gestein ist, das auf einem halbflüssigen Boden liegt.

Sedimente werden durch Wasser oder Wind abgelagert. Magma drängt nach oben. Die Kruste biegt sich. Steine ​​verwandeln sich. Durch Druck verändert. Durch Hitze verändert. Alles verändert sich.

Ein Warnschuss

Wird sich Afrika bald in zwei Kontinente teilen?

Definieren Sie bald.

Wenn es bald 10.000 Jahre sind. Ja. Wenn bald dein Leben ist. Nein. Dir geht es gut. Geh nach draußen. Treten Sie auf den Boden. Spüren Sie die Stabilität. Im Moment ist es solide. Granit ist hartes Material. Es schwimmt auf dem Mantel. Es widersteht.

Doch der Widerstand lässt nach.

Die Studie zeigt eine Fundgrube an Informationen, die in den seismischen Signalen verborgen sind. Eine Sammlung von Hinweisen, die uns verraten, dass die Erde lebt. Umzug. Atmung. Erweitern und verkleinern.

Wir glauben gerne, dass unsere Häuser auf dauerhaftem Fels stehen. Permanenter Boden. Aber nichts ist von Dauer. Sogar Kontinente driften. Sogar Feststoffe fließen. Bei genügend Hitze, Zeit und Spannung verbiegt sich der Stein. Dann bricht es. Dann strömt das Wasser hinein und füllt die Lücke.

Wir werden es in unserem Leben nicht sehen. Vielleicht erleben wir im Leben unserer Enkelkinder nicht, wie sich die ersten Risse in ein neues Meeresbecken verwandeln. Aber die Uhr begann.

Der Boden ist bereits dünner als gestern.