Wie Sir William Bayliss und Ernest Starling Hormone entdeckten

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Sir William Maddock Bayliss veränderte unser Verständnis des menschlichen Körpers. Er tat dies zusammen mit seinem lebenslangen Mitarbeiter Ernest Starling. Das Paar entdeckte Hormone. Dies war das erste Mal, dass Wissenschaftler eine chemische Substanz identifizierten, die durch das Blut wandert und in einem entfernten Organ eine Aktion auslöst.

Bayliss wurde 1860 in Wolverhampton geboren. Er studierte am University College in London und in Oxford. Seine Karriere begann, als er 1888 als Lehrer an das University College kam. Starling schloss sich ihm bald an. Sie arbeiteten jahrzehntelang zusammen. Die Zusammenarbeit war für die Wissenschaft gewinnbringend.

Ihre frühen Arbeiten konzentrierten sich auf Blutgefäße. Sie untersuchten, wie Nerven Kontraktion und Dilatation steuern. Dies führte zu einem besseren Gerät zur Blutdruckmessung. Sie nannten es ein Hämopiezometer. Es war eine Verbesserung gegenüber bestehenden Tools. Sie untersuchten auch, wie sich der Darm bewegt. Sie fanden die peristaltische Welle. Dabei handelt es sich um das rhythmische Zusammendrücken, das die Nahrung nach vorne schiebt.

Doch die große Entdeckung kam später. Im Jahr 1902 entdeckten sie Sekretin. Dies war das erste bekannte Hormon. Für das Experiment verwendeten sie narkotisierte Hunde. Sie vermischten verdünnte Salzsäure mit teilweise verdauter Nahrung im Darm. Die Säure aktivierte eine Chemikalie in der Auskleidung des Zwölffingerdarms. Die Chemikalie war Sekretin. Es gelangte in den Blutkreislauf. Es wanderte zur Bauchspeicheldrüse. Dort forderte es das Organ auf, Verdauungssäfte freizusetzen.

Der Begriff Hormon stammt aus dieser Arbeit. Bayliss und Starling haben es geprägt. Es kommt vom griechischen Wort horman und bedeutet „in Bewegung setzen“. Sie bezeichneten damit Chemikalien, die ein Organ aus der Ferne stimulieren.

Bayliss arbeitete weiter. Er untersuchte, wie das Enzym Trypsin entsteht. Es beginnt als inaktives Trypsinogen im Dünndarm. Er maß, wie lange Trypsin braucht, um Protein zu verdauen. Das war Präzisionsarbeit.

Während des Ersten Weltkriegs untersuchte Bayliss den Wundschock. Er empfahl Zahnfleisch-Kochsalz-Injektionen. Diese Injektionen haben viele Leben gerettet. Er schrieb mehrere Bücher. Grundsätze der Allgemeinen Physiologie (1915) war sein bekanntestes Werk. Es galt damals als der beste Text zu diesem Thema. Er schrieb 1923 auch „Das Vasomotorische System“.

Bayliss starb 1924 in London. Er wurde 1922 zum Ritter geschlagen. Seine Arbeit legte den Grundstein für die Endokrinologie. Wir verwenden immer noch die von ihm entwickelten Konzepte. Die Art und Weise, wie wir mit der Verdauung und der chemischen Signalübertragung umgehen, ist ihm zu verdanken. Der Körper ist eine komplexe Maschine. Bayliss hat uns gezeigt, wie seine Teile miteinander kommunizieren.

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